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Die Tücken einer einfachen Performancebetrachtung

Die Wertentwicklung des Net Asset Values (Nettoinventarwert) eines Investmentfonds sowie die ausgezahlten bzw. thesaurierten Dividenden bezeichnet man allgemein als die Performance eines Fonds. Ranglisten bedienen sich dieser Performance-Kennzahl gerne, um besonders erfolgreiche Fonds in einem bestimmten Zeitraum darzustellen. Eine weitere Möglichkeit die Leistung abzubilden liefert die Outperformance, also die Überrendite. Diese Kennzahl – oft auch Alpha genannt – sagt aus, wie stark ein Fonds in einem bestimmten Zeitraum seinen Referenzindex geschlagen hat.

Doch beide Kennzahlen haben ein Problem: Sie beziehen sich immer nur auf einen Zeitpunkt. Also: Wie hoch war die Performance (bzw. Outperformance) über z.B. fünf Jahre zu einem bestimmten Stichtag? Wie der Fonds zu dem Wert kommt, also ob die Leistung stetig aufgebaut wurde, wird daraus nicht ersichtlich. Für Anleger ist dies jedoch entscheidend. Nur ein Fondsmanager mit einer dauerhaft guten Leistung wird auch in Zukunft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Erfolg haben. Der Gedanke dahinter: Ein gutes Fondsmanagement generiert seine Rendite nicht aus kurzfristigen, möglicherweise zufälligen Selektionserfolgen sondern aus seinen langfristigen Fähigkeiten. Um diese zu bewerten reicht ein Blick auf die einfache Performance nicht aus. Abhilfe schafft hier z.B. die kumulierte Outperformance. Sie zeigt, wir der Fonds eine Überrendite im Zeitablauf aufgebaut hat – mit Konstanz oder durch einen Glücksgriff.

Fazit: Die reine Performancebetrachtung bei der Beurteilung eines Fonds ist nicht nur wenig aussagekräftig sondern auch gefährlich. Unabdingbar ist der genaue Blick auf die Leistung eines Fondsmanagers. Erst wenn er durch Konstanz überzeugt, kann er für ein Investment in Betracht gezogen werden.

Veröffentlicht 22nd November 2014
Kategorien Allgemein, Nachrichten
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