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Korrelationen

Korrelationen sind ein entscheidender Faktor bei  der Risikodiversifizierung eines Portfolios. Je geringer die Korrelation zwischen zwei Fonds desto stärker die Risikostreuung. Doch die Sache hat einen Haken: Diese Kennzahl verändert sich im Zeitablauf, in Krisenzeiten nimmt sie in der Regel deutlich zu. Werden Korrelationen nur statisch, also zu einem bestimmten Zeitpunkt, gemessen ist die Gefahr eine Fehlinterpretation sehr hoch.

Dass das Risiko eines Portfolios durch Streuung auf verschiedene Märkte und/oder Branchen, Strategien usw. gesenkt werden kann ist weitläufig bekannt. Die Risikoreduktion ist noch effektiver, wenn solche Märkte ausgewählt werden, deren Wertentwicklung nicht gleichläufig ist. Die Logik ist nachvollziehbar: Wird in zwei voneinander unabhängige Branchen investiert, z.B. Automobile und Pharma, ergibt sich die Gesamtperformance als Mittelwert. Beim Risiko ist es jedoch etwas anders. Hier kommt es zu einer Reduktion, denn die Wertentwicklung verläuft unterschiedlich. Steigende Kurse bei der einen Branche machen etwaige sinkende Kurse der anderen Branche wieder wett und umgekehrt.

Eine Maßzahl die das wiedergibt ist die Korrelation. Diese zeigt an, wie stark der Gleichlauf zweier historischer Renditezeitreihen war. Definiert ist sie zwischen +1 (Sehr hohe Korrelation = perfekter Gleichauf) und -1 (negative Korrelation = Gleichlauf ist komplett entgegengesetzt). Bei der Zusammenstellung eines Portfolios macht es daher Sinn, die Korrelation zu berücksichtigen. Allerdings hat sie einen Nachteil: Sie zeigt immer den Zusammenhang zu einem bestimmten Zeitpunkt an. Im Zeitverlauf kann sie jedoch deutlichen variieren, was zu starken Verwerfungen im Portfolio führen kann. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass dies ausgerechnet in Krisenzeiten passiert, also genau dann, wenn der Anleger die positiven Effekte am nötigsten hat.

Daher ist es nur sinnvoll, sich nicht nur die punktuelle sondern auch die historische Korrelation anzusehen. Dazu wird diese im Zeitablauf berechnet womit eine direkte Aussage über deren Stabilität möglich ist. Investiga hat hierfür ein Tool entwickelt, welches Beratern frei zur Verfügung steht (Stand Februar 2017).

Veröffentlicht 7th März 2017
Kategorien Investmentfonds, Nachrichten